Gesellschaft

Entdecken Sie eine Auswahl an Filmen zum Thema Immigration, Verdingkinder, die Schweiz im 2. Weltkrieg und weitere gesellschaftskritische DVDs.

Weitere Filme zu diesem Thema finden Sie in unserem Katalog.

Accolti a braccia chiuse

Zwischen 1970 und 1990 hat der engagierte Amateurfilmer Alvaro Bizzarri Spiel- und Dokumentarfilme, zum Teil auf Super-8 oder 16mm, über die Situation der Immigranten festgehalten. Mit Heimkino-Mitteln beschloss der einfache italienische Arbeiter und filmische Autodidakt seine Situation und diejenige von Hunderttausenden anderer aufzuzeigen. Sein persönlicher Blick auf diese Sachverhalte besitzt auch heute noch Aktualitätswert. 2 DVDs mit fünf Filmen, einem Porträt des Regisseurs und einem Booklet.
Schlagwörter: Migration - Sozialgeschichte

Laufzeit: ca. 209 Min. (2 DVDs)

Akte Grüninger: die Geschichte eines Grenzgängers

Februar 1939: Die Schweiz schliesst ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen viele Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Polizeiinspektor Frei kommt einem Hilfssystem auf die Schliche, das vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger ermöglicht wird. Grüninger gesteht Frei zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz handelt, will er nicht einsehen. Frei ist irritiert. Grüningers Uneinsichtigkeit und der Anblick der Flüchtlinge lassen bei ihm Zweifel an der Richtigkeit seines Auftrags aufkommen.
Schlagwörter: Weltkrieg - Schweiz - Biografieforschung
Laufzeit: ca. 89 Min.

Aus Galizien in den Aargau

Jerzy Czarnecki, der Protagonist des Films, könnte sich damit begnügen, einen ruhigen Lebensabend zu geniessen, nachdem er viele Jahre beim Bundesamt für Energie tätig war. Doch ausgehend von einer Reise nach Mosty Wielkie, der Stadt, in der er seine Jugend verbrachte und die er 1941 verlassen hat, geht der Film den Orten und Ereignissen nach, die für ihn bestimmend waren: Flucht vor den Nazis im Zweiten Weltkrieg, Zwangsarbeit in Deutschland, Aufbau eines neuen Lebens in Polen und schliesslich Emigration in die Schweiz. Eine 45-minütige Reise in die Vergangenheit, von Susanne und Peter Scheiner.
Schlagwörter: Migration - Geschichte - Krieg
Laufzeit: ca. 45 Min.

Così siamo arrivate fino adesso

52-minütiger Dokumentarfilm von Maya Schumacher und Gianni Pauciello über fünf biografische Erzählungen, der berührende Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart der Protagonistinnen bietet: Italienerinnen und Italiener, die in den 50er- und 60er- Jahren als billige Arbeitskräfte in die Schweiz kamen, leisteten einen unermesslichen Beitrag für den Wohlstand des Landes, was heute kaum mehr bestritten wird. In den Berichten über die erste Einwanderungsgeneration stehen meist die Männer im Vordergrund- hier aber wird gefragt, wie es um die Frauen, damals und im AHV-Alter, erging und ergeht?
Schlagwörter: Migration - Sozialgeschichte - Lebensverlauf
Laufzeit: ca. 52 Min.

Der Verdingbub

Das 12-jährige Waisenkind Max wird aus einem Kinderheim unter Vermittlung des Dorfpfarrers an die Bauernfamilie Bösiger im Emmental verdingt. Dort nimmt er den Platz eines Verdingbuben ein, der kurz zuvor unter ungeklärten Umständen verstarb. Max muss auf dem wenig ertragreichen Bauernhof hart arbeiten. Nachdem ein weiteres Verdingkind auf dem Hof untergebracht wird, das 15-jährige Mädchen Berteli, kommt es zu Spannungen zwischen den beiden Kindern. Zunehmend wendet sich Max indessen mit freundschaftlichen Gefühlen Berteli zu.
Schlagwörter: Verdingkind - Sozialgeschichte - Armut - Arbeit
Laufzeit: ca. 102 Min.

Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner

Der 75-jährige Schuhmacher (Sigfrit Steiner in einer Glanzrolle) muss im Film des in der Zwischenzeit verstorbenen Pioniers des «neuen Schweizer Films», Kurt Gloor, aus dem Jahre 1976 nach dem Tod seiner Frau Werkstatt und Wohnung räumen, verliert Beruf und Heimat, Aufgabe und Besitz: seine ganze Existenzgrundlage. Er wehrt sich und hat Erfolg, gewinnt eine neue Autonomie und Selbstbestimmung. Ein Film, der auch Leuten in der Altersarbeit etwas zu sagen hat.
Schlagwörter: Arbeit - Witwenschaft - Selbstbestimmung - finanzielle Situation
Laufzeit: ca. 96 Min.

Dreiviertelmond

Elmar Wepper spielt seine Rolle als muffeliger Taxifahrer mit den üblichen Vorurteilen gegen seine Kollegen, mit großer Hingabe. Ein alter Mann hilft einem türkischen Kind bei der Suche nach seiner Mutter und erfährt zugleich Hilfe bei der Einsicht, dass seine Vorurteile völlig unberechtig sind. Der Film nimmt sich durchaus die dafür nötige Zeit und verzichtet weitgehend auf Kitsch und verleugnet alltägliche reale Probleme nicht. Ein Film, der nachdenklich macht und das Gute im Menschen bemerkenswert aufzeigt.
Schlagwörter: Migration - Generationenbeziehung - Fremdkultur
Laufzeit: ca. 91 Min.

Eigentlich wollten wir nicht lange bleiben: 12 Geschichten aus der Emigration

Eigentlich wollten sie nicht lange bleiben, trotzdem leben alle heute immer noch im Kanton Graubünden: EmigrantInnen der Ersten Generation aus ganz Italien. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind sie aus verschiedensten Gründen in die Schweiz ausgewandert. Sie stammen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, arbeiten als Schuhmacher, Portier, Fabrikarbeiterin, Lehrerin, Koch, Coiffeur, Haushälterin, Missionar oder CEO. Ihre Geschichten sind ähnlich, und doch ganz verschieden.
Schlagwörter: Migration - Partnerschaft - Biografie
Laufzeit: ca. 72 Min.

Eisheimat

1949 – Deutschland nach dem Krieg. Zerstört, ohne Perspektive für junge Frauen und ein Land, in dem die Männer fehlen. Da schaltet der isländische Bauernverband eine Annonce in den Zeitungen Norddeutschlands: „Landarbeiterinnen aus Deutschland gesucht“. 238 Frauen aus Deutschland folgen dem Ruf, schiffen auf eine, für sie völlig unbekannte Insel, im Nordatlantik ein und Island erlebt seine erste große Masseneinwanderung. Jede der Frauen hatte ihre ganz persönlichen Gründe, die zerstörte Heimat in Deutschland zu verlassen und in der Abgeschiedenheit der Vulkaninsel zu bleiben.? Der Film erzählt die Geschichte von sechs mutigen Frauen, die sich heute über 80-jährig noch einmal erinnern. Es ist der letzte Blick auf eine Zeit voller Entbehrungen, vom Verlust im doppelten Sinne, von der Heimat in Deutschland und der Heimat in der Fremde. Sie reflektieren und ziehen Bilanz: warmherzig, offen und versöhnlich.
Schlagwörter: Alter - Migration - Krieg - Frau - Deutschland - Island
Laufzeit: ca. 84 Min.

Greta

«Nenn mich Greta Garbo!», raunt der altgewordene Krankenpfleger Pedro seinen Gelegenheitslovern beim Sex zu. Die Aufforderung ist ein Schrei nach Liebe und Realitätsflucht. Hollywood-Ikone Garbo verkörpert für Pedro all den Glamour, der seinem eigenen Alltag zwischen überfüllter Klinik, Sauna, Nachtclubs und tristem Wohnblock fehlt. Mit der legendären Zurückgezogenheit der Garbo redet er sich seine Einsamkeit schön. Doch dann nimmt er den jungen Jean bei sich auf und die Einsamkeit bekommt Risse.

Greta / ein Film von Armando Praca. Berlin : good!movies, 2019

Historias mínimas - Kleine Geschichten

Tausende Meilen südlich von Buenos Aires sind drei Menschen auf den einsamen Landstrassen Patagoniens unterwegs. Don Justo, der ehemalige Besitzer eines Gemischtwarenladens, bricht auf, seinen Hund zu suchen, den jemand in San Julian gesehen haben will. Es stellt sich heraus, dass es für Don Justo zwar wichtig ist, den Hund zu finden, aber noch sehr viel wichtiger, vor seinem Tod den Frieden der Seele wieder zu gewinnen. Der Handlungsreisende Roberto ist auf derselben Strasse in seinem alten Auto unterwegs und hat eine empfindlichen Fracht dabei: Eine Cremetorte, extra bestellt für den Geburtstag des Sohnes der jungen Witwe eines ehemaligen Kunden. Zur selben Zeit und auf derselben Strasse reist Maria Flores mit ihrem Baby im Bus, um in in einer Fernsehshow eine Universalküchenmaschine zu gewinnen. Obwohl sie nicht genau weiss, was das eigentlich ist, denn sie lebt auf Pump und kann sich noch nicht einmal Essen leisten, entscheidet sich Maria zur Reise in die aufregende Welt des Fernsehens.
Schlagwörter: Soziale Beziehung - Sterben - Reise - Generationenbeziehung
Laufzeit: ca. 94 Min.

I am a woman now

Eine Dokumentation von Michiel van Erp über eine folgenreiche Entscheidung im Leben: der Geschlechtswandel vom Mann zur Frau. Dazu interviewte Erp fünf Transsexuelle, die sich im Laufe der 50er, 60er und 70er Jahre in der marokkanischen Stadt Casablanca von ein- und demselben Arzt haben umoperieren lassen. Sie alle sprechen über die Gefahren, die diese Entscheidung damals mit sich trug und inwiefern sich ihr Leben verbessert hat oder nicht. Sie mussten es Verwandten, Freunden und der Familie beibringen, dass sie mit ihrem Körper nicht zufrieden sind und sich ein anderes Leben wünschen.
Schlagwörter: Geschlechterrolle - Sexualität - Biographie - Frau
Laufzeit: ca. 86 Min.

Jugendwahn und Altersstarrsinn

32-minütiger Dokumentarfilm der Süddeutschen Zeitung über alte, selbstbewusste Senioren. Mit Begriffen wie «Lebensabend» und «Ruhestand» wollen sie nichts zu tun haben. Die 56-jährige Bete hat den Schritt gewagt und arbeitet heute erfolgreich als Senior-Model. Wie der Traum vom Bühnenerfolg im Rentenalter noch in Erfüllung gehen kann, führt eine Theatergruppe vor, deren jüngstes Mitglied 63 ist. Und auch im zwischenmenschlichen Bereich muss mit 60 nicht Schluss sein: Seniorenpartnervermittlungen boomen und locken mit dem zweiten Frühling im Herbst des Lebens. Autorin ist Katja C. Vogler.
Schlagwörter: Fremdbild - Selbstbild - aktives Alter - Partnerschaft - Theater - Lebengestaltung - Leben nach der Pensionierung

Kein Grund – Aucune Raison

Der Kurzfilm «Kein Grund – Aucune Raison» (Schweiz, 2020) von Peter von Gunten und Peter Guyer beinhaltet alles, was heute von einem 82-jährigen verlangt wird. Nur zu Hause bleibt er nicht, und damit ist er keineswegs allein. Denn die andern, die einer «Risikogruppe» angehören, sollten zu Hause bleiben. Doch dann hat eine Parkplatzuhr ihre Tücken und ein Unbekannter schert sich nicht um Abstandsregeln.

Hier sehen Sie den ganzen Film. Der Film ist Teil der Collection Lockdown by Swiss Filmmakers, die auf SRF zu sehen ist. Hier erfahren Sie mehr darüber: turnusfilm.com

Laufzeit: ca. 7 Min.

Les années Schwarzenbach

52-minütiger Dokumentarfilm von Katharine Dominice und Luc Peter. 1970 und 1974 stimmte das Schweizer Volk über die so genannte Schwarzenbach-Initiative ab. Ihr Ziel war, den Ausländeranteil der Bevölkerung auf 10% bzw. 12% zu begrenzen. Ihre Annahme hätte die Ausweisung von mehr als 300 000 Personen zur Folge gehabt, die Hälfte der damaligen Fremdarbeiter im Land. Die beiden Initiativen wurden abgelehnt, wirkten jedoch traumatisierend auf die Einwanderer, die in den 60er-Jahren in die Schweiz gekommen waren, um die Nachfrage nach Arbeitskräften für die Wirtschaft zu befriedigen.
Schlagwörter: Migration - Sozialgeschichte - Sozialpolitik
Laufzeit: ca. 52 Min.

Non ho l'età

Carmela, Don Gregorio, Gabriella und Lorella kennen sich nicht, haben aber vieles gemeinsam: Sie kamen Mitte der 60er-Jahre in die Schweiz, als die grosse Welle der italienischen Migration gerade ihren Höhepunkt erreichte, und erfuhren die schwierigen Schwarzenbach-Jahre hautnah. Verschiedene Geschichten, die in den Akkorden von «Non ho l’étà», einem der populärsten Lieder der damaligen Zeit, zusammenlaufen. Vier Geschichten, die von Migration, Träumen und Solidarität, aber auch von Ausgrenzung, Fremdenhass, Schwarzarbeit und Ausbeutung erzählen.

Laufzeit: ca. 93 Min.

Philomena: nach einer wahren Geschichte

Er hat auf höchster politischer Ebene mitgemischt. Menschelnde Schicksalsstorys öden ihn an. Aber als die fast 70jährige Philomena Lee (Judi Dench) dem arroganten Journalisten Martin Sixsmith (Steve Coogan) ihre Lebensgeschichte anvertraut, wittert er eine Story: Als Teenager wird Philomena im streng katholischen Irland der fünfziger Jahre ungewollt schwanger. Zur Strafe kommt sie in ein Kloster, in dem sie ihren unehelichen Sohn zur Welt bringt und gezwungen wird, ihn zur Adoption freizugeben. 50 Jahre lang schweigt Philomena aus Scham. Jetzt bittet sie Martin um Unterstützung bei der Suche nach ihrem Kind. Während ihrer gemeinsamen Reise auf den Spuren der Vergangenheit prallen zwei Welten aufeinander: Die fromme, warmherzige ältere Dame und der zynische Reporter bilden ein kurioses Team. Trotz aller Gegensätze freunden sie sich an - und stoßen im Verlauf ihrer Nachforschungen auf einen unfassbaren Skandal...
Schlagwörter: Zwischenmenschliche Beziehung - Lebenslauf - Familie - Erinnerung
Laufzeit: 62 Min.

Reise nach Kythira

Spiros, ein ehemaliger Partisan, kehrt nach 32 Jahren Exil in der Sowjetunion in seine griechische Heimat zurück. Hier wird er in jenem Dorf, das er einst verteidigt hat, Zeuge eines in Gang befindlichen Ausverkaufs von Boden wie von Idealen. Spiros versucht sich zu wehren, derweil sein Sohn, ein Filmemacher, die Geschichte seines Vaters in einen Film packen möchte. Theo Angelopoulos selber bezeichnete den Film als eine Art Otto e mezzo und er beschrieb damit einerseits die Krise, in die hinein ihn der vorangegangene Mammut O Megalexandros gestürzt hatte, aber auch die Tatsache, dass er mit der Figur eines Filmemachers das Erfassen und Erzählen von Wirklichem thematisiert.
Schlagwörter: Migration - Familie
Laufzeit: ca. 135 Min.

Service inbegriffe: von Beizen und Menschen

Wirtinnen, Stammgäste, Reisende: die Beiz, ein öffentliches Wohnzimmer und ein Ort der Gastlichkeit. Der Filmemacher Eric Bergkraut nimmt uns mit auf eine Reise, an die Ränder der Schweiz, in eine andere Zeit, an Orte, die den Zwängen der Globalisierung (noch) widerstehen. Mit seinem liebevollen Blick auf die Menschen, zeigt uns Service Inbegriffe eine Heimat, fernab der Hektik der Großstadt, die langsam zu verschwinden droht. Wir entdecken entlegene Beizen, auf einem Berg im Appenzell, im Val de Travers oder in einem Tal im Tessin. Die Wirtinnen Yolande Grand aus Fleurier oder Marlies auf der Hundwiler Höhe erzählen intime und emotionale Geschichten dieses Landes. Ihre Offenheit und Warmherzigkeit, aber auch ihr Durchhaltevermögen halten ihre Beiz am Leben und lassen eine treue Kundschaft wiederkehren. Berührend, charmant und melancholisch lehren sie uns eine Tradition der Gastlichkeit, in der alle Menschen, ob Bundesrat oder einfacher Büezer, willkommen sind.
Schlagwörter: Gaststätte - Zwischenmenschliche Beziehung - Reise - Lebensführung - Schweiz
Laufzeit: ca. 90 Min.

Siamo Italiani

1964 hat Alexander J. Seiler Siamo Italiini gemacht und damit einen der Schlüsselfilme des eben keimenden Neuen Schweizer Films. Der Film zeigte Einwanderer aus Süditalien, die in unwürdigenWohnverhältnissen in der Schweiz lebten, hart arbeiteten, sozial ausgegrenzt wurden.
Schlagwörter: Migration - Sozialgeschichte - Italien
Laufzeit: ca. 197 Min. (2 DVDs)

Tönis Brautfahrt: mit Senntenbauern über den Gotthard

Der Film entführt die Zuschauer in die Welt der Senntenbauern der Innerschweiz, deren Leistungen und Erfahrungen über Jahrhunderte die Generationen und das gesellschaftliche Leben in der Zentralschweiz prägten und mit bahnbrechenden wirtschaftlichen Folgen für die Region respektive die gesamte Schweiz verbunden ist. Der Zuschauer taucht ein in eine Geschichte, die sich mit der Geschichte unseres Landes auseinandersetzt. Über lebhafte Stimmungsbilder aus vergangenen Zeiten, Landschaftsbilder vom Weg über den Gotthard, mit bewegenden Geschichten aus dem damaligen Leben, dokumentierten Fakten zur Historie, mit einem interessantem Bezug zur Aktualität sowie aktuellen Interviews taucht der Zuschauer ein in eine spannende Reise über den Gotthard. Als roter Faden wird im Film die Novelle von Meinrad Lienert «Tönis Brautfahrt» erzählt. Diese perfekte Parallelgeschichte gibt dem Film die nötige Prise Unterhaltung und lässt den Zuschauer Historisches realistisch erleben.
Schlagwörter: Ländlicher Raum - Erinnerung - Partnerschaft - Viehhandel - Schweiz
Laufzeit: ca. 80 Min.

We want sex

Grossbritannien, 1968. Wenn Rita und ihre Kolleginnen im britischen Ford-Werk Dagenham häufig nur in Unterwäsche bekleidet arbeiten, hat das selbst Ende der 1960er wenig mit der anrollenden Sexwelle zu tun. Sondern vielmehr mit der unerträglich heissen und stickigen Luft in der Fabrikhalle, in welcher die Näherinnen unter miserablen Bedingungen täglich ihre Arbeit verrichten müssen. Als die Arbeiterinnen von der Ford-Führungsebene auch noch als "unqualifizierte Arbeitskräfte" eingestuft werden - nur um die Löhne entsprechend tief zu halten - platzt den 187 Näherinnen endgültig der Kragen: Angeführt von der beherzten Rita treten sie geschlossen in den Streik.
Schlagwörter: Geburtenstarker Jahrgang - Wertwandel - Generation von 68 - Frau - Politik - Arbeit - Streik
Laufzeit: ca. 108 Min.

Whatever works - Liebe sich wer kann

Das von chronischem Pessimismus geprägte Weltbild des gescheiterten Physik-Professors Boris Yellnikoff wird schwer erschüttert, als ihm vor seiner New Yorker Wohnung die junge Ausreisserin Melody in die Arme fällt. Mit naiver Selbstverständlichkeit quartiert diese sich beim paranoiden alten Besserwisser ein und verliebt sich in ihn, was in eine ungleiche, doch erstaunlich erfüllte Ehe mündet. Die Ankunft von Melodys sittenstrengen Eltern stört die vermeintliche Idylle und führt zu einer chaotischen Kette aus absurden, romantischen Verwicklungen. Komödie von Woody Allen mit schönem Hintersinn.
Schlagwörter: Generationsbezieheung - Partnerschaft - Humor
Laufzeit: ca. 88 Min.

Zweitausenddreissig: Aufstand der Alten

12. September 2030: Die Bundesregierung tritt geschlossen zurück. Hat es etwas mit der Rentenproblematik zu tun? Lena Bach, Journalistin des ZDF, nimmt die Recherchen auf und führt in ein erschreckendes Szenario. Dreiteiliger sozialkritischer Thriller, der ein Horrorszenario an die Wand malt, nach dem die Alten in den Heimen durch Roboter abgefertigt werden. In der Form eines Krimis werden mögliche Zukunftsszenarien skizziert und damit Diskussionen provoziert.
Schlagwörter: Demographie - Zukunft - berufliche Vorsorge
Laufzeit: ca. 132 Min.