Schweizer Film

Entdecken Sie eine Auswahl an unseren Schweizer Filmen wie Dällebach Kari, Die göttliche Ordnung oder Heidi von 1950 bis heute.

Weitere Filme zu diesem Thema finden Sie in unserem Katalog.

Bergführer Lorenz

Der alte Bergführer Lorenz gilt seit der selbstlosen Rettung von drei unvorsichtigen Touristen in den Oberwalliser Bergen als verschollen. Um Mutter und Geschwister ernähren zu können, tritt Stephan die Nachfolge seines Vaters an. Rita, eine verführerische Städterin, verdreht ihm jedoch den Kopf, sodass er der Ausübung seiner Pflichten ein Schäferstündchen mit der rassigen Unterländerin vorzieht. Er versäumt es, einer in Not geratenen Gruppe zu helfen, wird vom Dorf geächtet und zieht in die Stadt - doch Rita hat ihn bereits vergessen. Reuig und völlig mittellos kehrt Stephan ins Dorf zurück.
Schlagwörter:  Erinnerung - Filmnachmittag
Laufzeit: ca. 72 Min.

Café Odeon

Im Café Odeon am Zürcher Bellevue, in dem Künstler, Literaten und leichte Mädchen verkehren, taucht Leni, eine Frau vom Lande, auf. Ihr Mann sitzt im Gefängnis, und sie sucht ihre Schwester Anni. Da diese bald mit ihrem «Freund» nach Mailand fährt, kann sie in deren Appartement wohnen. Dies bringt sie in eine Affäre, in welcher ihr der Oberkellner des Etablissements hilft. Kurt Frühs Comédie humaine aus dem Jahre 1948 im kleinen Zürcher Niederdorf zeigt einen alten Emil Hegetschweiler als Oberkellner und sympathischen Beobachter menschlicher Schicksale.
Schlagwörter: Biografieforschung - Filmnachmittag - Erinnerung
 

Das Fräuleinwunder

Frida Borel, eine millionenschwere Erbin, steht an ihrem achtzigsten Geburtstag ziemlich einsam und verlassen da. Sie hat nie geheiratet und ist kinderlos. Eine geheimnisumwitterte Pille aus der Hinterlassenschaft ihres früh verstorbenen Vaters soll sie von der Tristesse und den Gebrechen des Alters erlösen. Der Effekt ist überraschend und durchschlagend: Frida wird äusserlich wieder jung, im Kopf bleibt sie aber die Alte. Doch wer glaubt schon einer 20-Jährigen, die behauptet, 80 zu sein? Fernsehfilm von Sabine Boss mit Stephanie Glaser.
Schlagwörter: Fremdbild - Altersstereotyp - Frau
Laufzeit: ca. 91 Min.

Die 6 Kummerbuben

Gottfried und Sophie Kummer leben mit ihren sechs Buben frei und unabhängig in einem bescheidenen Häuschen auf dem Land. Obschon das Häuschen weder Licht noch Wasser hat und mit Holz gekocht werden muss, reicht der kleine Lohn eines Bauhandlangers nicht, um allen Verpflichtungen nachzukommen. So hat denn auch der frühere Besitzer, Gemeindepräsident Lüthi, immer noch einen Schuldbrief auf das Häuschen, den die Familie Kummer verzinsen muss. Und eben diesen Zins bringt Gottfried einfach nicht zusammen. Filmklassiker von Franz Schnyder.
Schlagwörter: Filmnachmittag - Armut - Familie
Laufzeit: ca. 124 Min.

Die Herbstzeitlosen

Den lang gehegten Wunsch, eine Lingerie-Boutique zu eröffnen, kann sich die 80-jährige Martha (Stephanie Glaser in ihrer Glanzrolle) im lauschigen Emmentaler Dorf Trub erfüllen. Mit ihren Freundinnen zusammen kämpft sie gegen allerhand Widerstände und Rückständigkeit und gewinnt schliesslich. Einen wunderbaren Heimatfilm hat uns Bettina Oberli mit diesem Werk geschenkt, das ohne jede Schulmeisterei erleben lässt, was Alte können, was Freude macht und Würde gibt. Ein Beispiel auch, das zeigt, wie einfach und für alle verständlich wirklich wichtige Dinge gesagt werden können.
Schlagwörter: Arbeit - Frau - Schweiz - Stereotyp
Laufzeit: ca. 86 Min.

Die Schweizermacher

Max Bodmer und Moritz Fischer, die Hauptfiguren dieser ironisch-satirischen Komödie ums Schweizer-Sein und Schweizer-Werden, gehören zu jenen Beamten der Kantonspolizei, die einbürgerungswillige Ausländer unter die Lupe nehmen müssen. Dass bei einem solchen Überprüfungsverfahren verschiedene Methoden zur Anwendung kommen, können in diesem Film mehrere Personen erfahren. Alles zwar frei erfunden, aber Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Verhältnissen sind nicht ganz ausgeschlossen...
Schlagwörter: Migration - Arbeit - Schweiz
Laufzeit: ca. 104 Min.

Die göttliche Ordnung - L'ordre divin

Schweiz 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in einem beschaulichen, kleinen Dorf lebt. Hier auf dem Schweizer Land spürt man wenig bis gar nichts von den grossen gesellschaftlichen Umwälzungen, die die 68er Bewegung mit sich gebracht hat. Auch Noras Leben ist unberührt davon, sie ist eine stille und scheue Person, die von allen gemocht wird. Bis zu dem Tag, als sie anfängt, sich öffentlich und kämpferisch für das Frauenstimmrecht, über das die Männer am 7. Februar 1971 abstimmen sollen, einzusetzen.
Schlagwörter: Frau - Generation von 68 - Emanzipation - Frauenstimmrecht - Ländlicher Raum - Schweiz

Laufzeit: ca. 92 Min.

Dällebach Kari

Dällebach Kari ist ein Begriff über die Grenzen der Stadt Bern hinaus, und er hat tatsächlich gelebt. Er war ein biederer Berner Coiffeurmeister, seinen Kunden gegenüber allerdings sehr schlagfertig und trotz seiner Sprechbehinderung durch eine Hasenscharte ein famoser Erzähler. In seinem Salon an der Neuengasse brachte er seine träfen und selbstironischen Witze an den Mann und wurde bald zu einer lokalen Berühmtheit. Im Film von Kurt Früh gelangt Walo Lüönd der Durchbruch. Ein berührendes Dokument eines alten, einsamen Menschen.
Schlagwörter: Einsamkeit - Filmnachmittag - Schweiz - Erinnerung
Laufzeit: ca. 109 Min.

Eine wen iig, dr Dällebach Kari

Kari Tellenbach wird mit einer Hasenscharte geboren. Wie einen kleinen Vogel, der aus dem Nest gefallen ist, päppelt ihn seine Mutter auf. Als junger Mann wird Kari Friseur und erobert trotz seiner Behinderung mit seinem Witz, seinem Charme und seiner Feinfühligkeit das Herz der schönen Annemarie. Sein Glück scheint beinahe perfekt, doch haben Annemaries bürgerliche Eltern für ihre Tochter bereits andere Pläne gemacht.
Schlagwörter: Schweiz - Erinnerung - Filmnachmittag - Einsamkeit
Laufzeit: ca. 106 Min.

Es Dach überem Chopf

Familie Caduff mit sechs Kindern wohnt in einer Notwohnungsbaracke am Stadtrand von Zürich. Der Vater verliert seine Stelle in der Fabrik. Ein Kind kann nicht in die nächste Schulkasse versetzt werden. Zwei Buben getrauen sich nicht nach Hause, weil sie eine Scheibe eingeschlagen haben. Die älteste Tochter bleibt über Nacht weg. Am Zürichberg offeriert Bauunternehmer und Häusermakler Frehner den Caduffs eine neue, sehr preisgünstige Wohnung im ersten Stock seiner Villa. Er hofft, dass der Lärm der Familie eine Kündigung der ständig nörgelnden Eidenbenz aus der Parterrewohnung provozieren werde. Die neue, vornehme Umgebung verändert die Caduffs: Sie sind leise und freunden sich bald mit Eidenbenz und weiteren Nachbarn an. Filmklassiker von Kurt Früh.
Schlagwörter: Familie - Armut - Sozialgeschichte - Filmnachmittag
Laufzeit: ca. 98 Min.

Füsilier Wipf

Ende Juli 1914: Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo erklären Österreich und Deutschland am 28. Juli Serbien und wenige Tage später auch dem mit Serbien verbündeten Russland und Frankreich den Krieg. Zur Sicherung der Schweizer Grenzen bietet der Bundesrat die Armee auf - auch der schüchterne Coiffeurlehrling Reinhold Wipf (Paul Hubschmid) muss einrücken, nachdem ihm die Tochter seines Lehrmeisters (Emil Hegetschweiler) ihre Liebe bekannt hat. In den vier Jahren im harten Grenzdienst in allen Teilen der Schweiz entwickelt sich Füsilier Wipf vom schmächtigen Jüngling zum verantwortungsvollen und selbstbewussten Soldaten, der sich Achtung und Respekt verschafft. In Vreneli (Lisa della Casa) findet er schliesslich seine grosse Liebe. (artfilm.ch) Filmnachmittag

Laufzeit: ca. 107 Min.

Glow

Mit GLOW gelingt Gabriel Baur eine bewegende Hommage an eine der grössten Schweizer Ikonen legendärer Zeiten, Lady Shiva alias Irene Staub. Mit teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial und prominenten Weggefährten – Modepionierin Ursula Rodel, Tabea Blumenschein, Federico Emanuel Pfaffen, Boris Blank von Yello, Underground-Band Dressed Up Animals – entführt uns der Film in die pulsierende Epoche zwischen 1968 und den späten 80er Jahren, die bis heute Sehnsucht weckt und in der für Menschen wie Lady Shiva nur der Himmel als Grenze zu existieren schien. GLOW handelt von der Odyssee einer Rebellin auf der Suche nach Freiheit und Identität, von bewegender Freundschaft und Liebe.

Glow / ein Film von Gabriel Baur. Zürich : Onis Film, 2020

Heidi

Waisenmädchen Heidi (Anuk Steffen) lebt mit seinem Großvater, dem Almöhi (Bruno Ganz), abgeschieden in einer kleinen Holzhütte in den Schweizer Bergen. Sie und ihr Freund, der Geißenpeter (Quirin Agrippi), hüten die Ziegen und führen ein unbeschwertes Leben. Doch eines Tages wird Heidi von ihrer Tante Dete (Anna Schinz) aus der Almidylle herausgerissen und nach Frankfurt gebracht, wo sie in der Familie des wohlhabenden Herrn Sesemann (Maxim Mehmet) untergebracht wird. Heidi soll die Spielgefährtin für die im Rollstuhl sitzende Tochter Klara (Isabelle Ottmann) geben und unter der Aufsicht des strengen Kindermädchens Fräulein Rottenmeier (Katharina Schüttler) lesen und schreiben lernen. Zwar freundet sich Heidi schnell mit Klara an und entwickelt langsam eine Leidenschaft für Bücher – ihre Sehnsucht nach den geliebten Bergen und ihrem Großvater wird dadurch aber nicht geringer.
Schlagwörter: Kind - Grossvater - Ländlicher Raum - Generationsbeziehung - Schweiz - Erinnerung
Laufzeit: ca. 106 Min.

Heidi und Peter

Frei nach der Vorlage von Johanna Spyri: der schwarz-weisse erste Teil «Heidi» aus dem Jahre 1952 unter der Regie von Luici Comencini und der farbige zweite «Heidi und Peter» aus dem Jahre 1954 unter der Regie von Richard Schweizer, beide Mal mit Heinrich Gretler in der Rolle des Alp Öhi. Die Doppel-DVD enthält zahlreiches Specials mit den historischen Hintergründen über die Entstehung der Filme, den Stab, die technische Angaben usw. Ein Klassiker der Jugendliteratur, der auch zum Alter etwas zu sagen hat.
Schlagwörter: Generationenbeziehung - Grosseltern - Filmnachmittag - Enkelkind
Laufzeit: ca. 181 Min.

Hors saison

Schauplatz der Handlung dieses weit gehend autobiografischen Films voll Poesie ist ein stillgelegtes, heruntergekommenes Hotel in den Schweizer Bergen, das seit geraumer Zeit verkauft ist. Dieses hatte einmal den Grosseltern des Erzählers gehört. Dort ist er geboren und aufgewachsen. Er besucht es ein letztes Mal, um sich im alten Gebäude in Erinnerungen zu verlieren. Es wird zum Ort, wo der Schweizer Cinéast Daniel Schmid seine Vergangenheit wieder erstehen lässt. Eine Hommage an das Erinnern, welches zu neuem Leben erwachen kann.
Schlagwörter: Erinnerung - Familie - Schweiz - Autobiografie
Laufzeit: ca. 95 Min.

Kein Grund – Aucune Raison

Der Kurzfilm «Kein Grund – Aucune Raison» (Schweiz, 2020) von Peter von Gunten und Peter Guyer beinhaltet alles, was heute von einem 82-jährigen verlangt wird. Nur zu Hause bleibt er nicht, und damit ist er keineswegs allein. Denn die andern, die einer «Risikogruppe» angehören, sollten zu Hause bleiben. Doch dann hat eine Parkplatzuhr ihre Tücken und ein Unbekannter schert sich nicht um Abstandsregeln.

Hier sehen Sie den ganzen Film. Der Film ist Teil der Collection Lockdown by Swiss Filmmakers, die auf SRF zu sehen ist. Hier erfahren Sie mehr darüber: turnusfilm.com

Laufzeit: ca. 7 Min.

Kinder der Landstrasse

An einem Herbstmorgen des Jahres 1939 wird die vierjährige Jana Kessel ihren Eltern entrissen. Grund dafür ist einzig ihre Abstammung, ihre Zugehörigkeit zum Volk der Fahrenden. Dr. Schönefeld, Initiator und Leiter des Hilfswerks 'Barmherzigkeit den Vagantenkindern', hat sich aufs Banner geschrieben, in der Schweiz die Landstrasse zu säubern. Jana, zu seinem Mündel geworden, erlebt bei Pflegefamilien und in Heimen, dass sie in den Augen der Anderen immer das «Vagantenkind» bleibt. Als junge Erwachsene verliebt sich Jana in den Bauernsohn Franz. Gemeinsam schmieden sie Zukunftspläne. Das Wiedertreffen mit ihren Eltern führt Jana vor Augen, dass die Familie durch Schönefeld endgültig zerstört worden ist.
Schlagwörter: Erinnerung - Geschichte - Sozialpolitik - Schweiz
Laufzeit: ca. 117 Min.

Klassezämekunft

Fünfzig Jahre nach ihrem Schulabschluss anno 1938 lädt Senta von Meissen acht ehemalige Schulkameraden zur «Klassezämekunft» auf ihr Schloss ein. Ein Klassentreffen wie jedes andere? Je länger sich die alten Schulkameraden ihrer gemeinsamen Jugend erinnern, desto mehr kommt eine Geschichte hoch: Damals auf der letzten Schulreise ist Teddy, einer aus ihrer Klasse, im Rheinfall zu Tode gestürzt. Eine mysteriöse Geschichte, in die die acht Gäste damals verstrickt waren. Schweizer Melodrama von Walter Deuber und Peter Stierlin.
Schlagwörter: Biografiearbeit - Erinnerung - Schweiz - Kindheit
Laufzeit: ca. 87 Min.

Madame

Caroline ist eine Dame, die ihrer Zeit stets voraus war. Die 1920er Jahre sahen für Frauen eigentlich Heim und Herd als Lebensaufgaben vor. Caroline aber befreit sich aus der Ehe, die ihre Eltern für sie arrangiert haben, und wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Und auch im weiteren Leben setzt sie sich immer wieder über Grenzen hinweg, die die patriarchale Gesellschaft für sie vorgesehen hat. Über 50 Jahre später führt ihr Enkelsohn Stéphane einen ähnlichen Kampf: Als schwuler Junge in einer großbürgerlichen Schweizer Familie versucht er, der Rolle des angepassten, maskulinen Heteros zu entkommen, die alle von ihm zu erwarten scheinen. Alle bis auf seine flamboyante, 90-jährige Oma Caroline.

Stéphane Riethauser begann schon als 13-Jähriger, sich und seine Umgebung mit einer Video-Kamera aufzunehmen. Aus seinem umfangreichen biografischen Bildarchiv hat er ein berührendes Doppelporträt gewonnen: über seine ungewöhnliche Großmutter Caroline und sich selbst, den schwulen Jungen, der wie seine Oma ansetzt, die konservativen Vorstellungen über Geschlechterverhältnisse und Sexualität kühn zu überschreiten. Nach seinem Kurzfilm-Hit "Prora" (125 Festivals, 15 Preise, knapp 5 Millionen Zuschauer*innen auf YouTube!) hat Riethauser mit seinem ersten langen Film "Madame" eine zutiefst persönliche und einzigartige nicht-heteronormative Familiensaga gedreht.

Oberstadtgass

Im Altstadtquartier ist man besorgt wegen Mäni, dem Kind einer Abortwächterin, das ohne Vater aufwächst. Briefträger Jucker redet dem Bub ins Gewissen, nimmt ihn auch gegen unberechtigte Anschuldigungen in Schutz. Nach dem Tod von Mänis Mutter nimmt Jucker, mittlerweile Vormund des Kindes geworden, Mäni zu sich nach Hause. Frau Jucker akzeptiert den Buben nicht und wirft Jucker vor, das eigene, verstorbene Kind vergessen zu haben. Frau Jucker flieht zu ihrer Schwester. Versöhnung beim Kaninchenstall, den Jucker oberhalb der Stadt in seinem Schrebergarten eingerichtet hat. Filmklassiker von Kurt Früh
Schlagwörter: Filmnachmittag - Biografiearbeit - Familie
Laufzeit: ca. 103 Min.