Tod

Finden Sie hier eine Auswahl an Dokumentationen und Spielfilme über die Themen Abschiednehmen, Tod von Angehörigen und Sterbebegleitung.

Weitere Filme zu diesem Thema finden Sie in unserem Katalog.

Apfel und Vulkan : auf der Suche nach dem was bleibt

Fabienne ist krank, ihr bleibt nicht mehr viel Zeit. Sie stellt sich ihrem Schicksal ohne Tabus. Ihre grösste Sorge gilt ihren zwei kleinen Töchtern. Von ihrer Freundin Nathalie will sie wissen, wie diese als Kind mit dem Tod ihres Vaters und ihres Bruders umgegangen ist. Sie will verstehen, was ihre Kinder bald erleben werden. Nathalies Erinnerungen an ihren Vater sind zwiespältig. Als sie zehn war, starb er an einem Herzinfarkt. Ihr Held war ihr Bruder. Doch eines Tages verschwand er im Wald und kehrte nicht mehr zurück. Nathalie scheint ihre Familiengeschichte bestens zu kennen.
Fabiennes Fragen lassen jedoch Zweifel daran aufkommen. Die beiden Freundinnen begeben sich auf eine Reise in die Welt der Erinnerungen und des Vergessens. Fabienne, um sich aufs Sterben vorzubereiten. Nathalie, um sich dem Leben zu stellen. Ein berührender Film über Tod, Erinnerungen, Familie und Freundschaft.

Laufzeit: ca. 81 Min.

After Life

Gleich nach dem Himmelstor, an dem die Verstorbenen eintreffen, erwartet sie eine Überraschung. Jede Seele muss aus ihrem irdischen Dasein jene Erinnerung auswählen, die ihr besonders lieb und wertvoll erscheint und die sie als ewige Identität behalten möchte. In der zweiten Wochenhälfte haben sie darüber einen Kurzfilm zu drehen. Aus dieser Anlage entwickelt der grosse Japaner Hirokazu Koreeda eine universelle Geschichte, die den mehrdeutigen Charakter des menschlichen Gedächtnisses untersucht, wo sich Realität und Fiktion vermischen. Ein Film, der federleicht zwischen Erde und Himmel schwebt und uns über unser Dasein sinnieren lässt.
Schlagwörter: Tod - Sterben - Abschied
Laufzeit: ca. 115 Min.

Albrechts langer Abschied: eine Langzeitdokumentation über das Leben und Sterben von Albrecht Lambertz

81 Jahre alt wurde der Wuppertaler Vermessungsingenieur Albrecht Lambertz. Die letzten zehn Jahre seines Lebens begleitete ihn ein Filmteam des Medienprojekts Wuppertal und porträtierte seine jeweiligen Lebenssituationen. Eigentlich sollte es ein Film über Albrechts »letzte Tage« werden, der über einen Hospizdienst schon einen Sterbebegleiter hatte, den er dann aber um viele Jahre überlebte.
Schlagwörter: Chronische Krankheit - Tod - Lebensführung
Laufzeit: ca. 70 Min.
 

Calvary: am Sonntag bist du tot

James Lavelle (Brendan Gleeson) ist ein gutherziger Priester in einer irischen Kleinstadt, der von seiner Gemeinde nicht besonders gut behandelt wird. Während einer Beichte wird er plötzlich mit dem Tode bedroht - von nun an hat er eine Woche Zeit, sein Leben in Ordnung zu bringen, dann will ihn der Mann töten. Gebunden an das Beichtgeheimnis beschliesst Lavelle, sich selbst auf die Suche nach seinem zukünftigen Mörder zu machen und ihn von der Güte Gottes zu überzeugen. Doch das ist gar nicht so einfach in einem Ort, in dem es nur so von skurrilen und unchristlichen Einwohnern wimmelt...
Schlagwörter: Priester - Religion - Humor - Sterben - Irland
Laufzeit: ca. 97 Min.

Dienstags bei Morrie

Mitch Albom, erfolgreicher Sportkolumnist mit eigener TV-Show, droht an seinem Arbeitspensum zu zerbrechen. Da wird er auf seinen früheren Lieblingsprofessor Morrie Scharz (Jack Lemmon) aufmerksam, der an einer schweren Nervenkrankheit leidet, das Leben trotz seines Handicaps in vollen Zügen mit Optimismus und Humor geniesst. Sofort beschliesst Mitch, den Alten zu besuchen. Bald ist der Dienstagnachmittag fester Bestandteil in seinem Zeitplan, bis dieser schliesslich weiss, was er wirklich will. Schöner Hollywood-Spielfilm von Mike Jackson aus dem Jahre 1999.
Schlagwörter: Lebensführung - Sterben - Krankheit - Literatur
Laufzeit: ca. 90 Min.

Gut begleitet: eine Dokumentation über die ambulante Hospiz- und Trauerarbeit des Hospizdienstes Lebenszeiten

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Der Film porträtiert die ambulante Hospiz- und Trauerarbeit des ambulanten Hospizdienstes Lebenszeiten in Wuppertal.
Schlagwörter: Krankheit - Sterben - Trauer - Hospiz - Angehöriger - Deutschland
Laufzeit: ca. 55 Min.

Ich bin weggegangen. Adieu

Der Selbstmord meines Vaters 1977 veränderte mein Leben und das meiner Schwester dramatisch. 2012: Der Suizid des besten Freundes meiner lieben Freundin Nicole zeigt mir: Es ist Zeit unsere Erlebnisse öffentlich zu machen. In meinem Dokumentarfilm erzählen die Hinterbliebenen von Jens B. von dem Verlust ihres Sohnes und Freundes, von ihrem Schmerz und versuchen das Erlebte zu verarbeiten. Parallel montiert erzähle ich als Filmautor zusammen mit meiner Schwester unsere Geschichte.
Schlagwörter: Selbstmord - Trauer - Wut - Schuld
Laufzeit: ca. 58 Min.

La vanité

Der Architekt David Miller will sich umbringen. Dies in einem von ihm entworfenen Hotel und durch eine Sterbehilfeorganisation. Denn David ist todkrank. Doch nicht bloss scheint die Frau von der Organisation nicht sattelfest in ihrem Tun; auch fehlt ihm ein Zeuge. So verpflichtet David den Stricher Treplev dafür. Und die Turbulenzen beginnen.
Schlagwörter: Sterben - Humor - Sterbehilfe
Laufzeit: ca. 75 Min.

Leben mit dem Sterben: Abschiedskultur im Heim

Abschiednehmen tut oft weh. Keine Routine hilft dabei und auch keine Verdrängung. Doch die Begleitung Sterbender wird mehr denn je zu einem zentralen Aufgabengebiet der Einrichtungen. Immer mehr schwerstpflegebedürftige Menschen kommen in die Heime, immer kürzer wird die Zeit, die ein Bewohner dort verbringt, bevor er stirbt. Das belastet Angehörige, Mitbewohner und Pflegende. Wie Sie diese Herausforderung systematisch und nachhaltig bewältigen können, das zeigt Ihnen diese DVD.
Schlagwörter: Pflegeheim - Altersheim - Sterben - Sterbebegleitung - Abschied - Angehörige - Kommunikation
 

Live is Life: die Spätzünder

Roccos Chance auf Ruhm und Reichtum als Rock-Musiker scheint dahin, als sein Auftritt im Finale eines Star-Wettbewerbs ausfällt. Zu allem Übel verschlägt es den ziemlich erfolglosen Rockmusiker und Lebenskünstler auch noch in ein Seniorenheim, wo er für seine kleinkriminellen Aktionen Strafersatzdienst ableisten soll. Schon bald gerät er mit der Heimleitung und dem Pflegepersonal heftig aneinander. Denn diese sind nicht bereit, sich von dem Schlitzohr Rocco auf der Nase herumtanzen zu lassen. 
Schlagwörter: Musik - Altenheim - Konflikt - Generationsbeziehung
Laufzeit: ca. 90 Min.

Maria beschliesst zu sterben

Am 31. Mai 2018 starb Maria Kopp durch einen ärztlich unterstützten Suizid in der Schweiz. Der Film begleitet Maria zusammen mit ihrer Freundin Elisabeth in den letzten Tagen in Basel bis hin zum selbstbestimmten Tod und zur darüber hinausgehenden Phase der Trauer. Der Film erzählt vom kontrollierten Abschiednehmen aus mehreren Perspektiven und der damit einhergehenden Chance, aber auch dem unausweichlichen Verlust: angefangen bei Maria, die sich gegen den Willen ihres näheren Umfelds für den selbstbestimmten Tod entscheidet, über den Blickwinkel ihrer Freundin Elisabeth, die Maria im Prozess unterstützend begleitet und somit einen ganz eigenen Umgang mit der bevorstehenden Trauerbewältigung finden muss, hin zur Betrachtungsweise der zurückbleibenden Familie, die, aus Angst vor der Verhinderung des Freitods, erst nach Marias Tod von ihrem Vorhaben erfährt. Neben der Suizidbegleitung von Maria setzt sich der Film mit dem schwierigen Mutter-Tochter-Verhältnis auseinander. Das Vorhaben der Freitodbegleitung hatte Maria ihrer Tochter aufgrund von Unverständnis bis zuletzt verschwiegen. »Meine Situation veranlasst mich, den Versuch zu wagen, in eine andere Dimension zu gelangen. Ich hoffe, es gelingt mir, dass Du Verständnis für meine Situation aufbringst. Ich bin am Ende meiner Kraft und wäre auf die Hilfe anderer angewiesen. Deine Mami.« Im Interview beschreibt Maria ihre Beweggründe des entschlossenen Sterbens. Die emotionale letzte Reise der beiden Freundinnen schweißt sie noch einmal zusammen. In Gesprächen reden die beiden offen über den Abschied, die Beerdigung und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod. »Ich finde, man muss selber merken, dass es zu Ende geht, und ein Pflegefall ... – vielleicht ist da auch ein bisschen Stolz dabei.« So versucht der Film den Prozess des Abschiednehmens und der Trauer aufzugreifen und Verständnis für den Blickwinkel der tatsächlich Betroffenen bei einem selbstbestimmten Tod zu schaffen. 2018, 45 Min. (plus Bonus: 15 Min.), freigegeben ab 12 Jahren.

Notausgang: eine Dokumentation über Sterbehilfe

Neben der Suizidbegleitung des Ehepaars K., zu der auch die helfende Ärztin Dr. Erika Preisig ausführlich befragt wird, lässt der Film auch andere Sterbewillige mit schweren, chronischen lebensverkürzenden Erkrankungen zu Wort kommen. Im Interview beschreibt der Münchener Rechtsanwalt Wolfgang Putz die rechtliche Lage zur Sterbehilfe in Deutschland. Mehrere deutsche Sterbehelfer werden nach ihren Motivationen und Erfahrungen befragt. So versucht der Film, den gesellschaftlichen und politischen Diskurs in Deutschland über Sterbehilfe und insbesondere den ärztlich assistierten Suizid über den Blickwinkel der tatsächlich Betroffenen zu unterstützen und Aufklärung hierüber zu leisten.
Schlagwörter: Sterbehilfe - Selbstmord - Partnerschaft - Krankheit
Laufzeit: ca. 102 Min.

Segnen - trösten - begleiten: reformierte Seelsorge angesichts von Krankheit, Tod und Trauer

Der Film geht von einer reformierten Abdankung aus und zeigt die Seelsorgegespräche, die vor dem Sterben und in der Trauerbegleitung geführt werden. Bei interdisziplinären Gesprächen zwischen Seelsorgenden und Pflegepersonal und im Kommentar werden Suizidwünsche bei schwerem Leiden und die Fragen der Angehörigen angesprochen. Am Schluss steht die eindrückliche Segnung einer seit Jahren schwer behinderten Frau.
Schlagwörter: Seelsorge - Sterbebegleitung - Trauer - Abschied - Suizid
Laufzeit: ca. 57 Min.

Sterbefasten: Freiheit bis zum Tod

Nach 18 Monaten »Martyrium« sah sich Marion M., die ihr ganzes Leben lang selbstbestimmt und viele Möglichkeiten nutzend verbachte, in einem kranken Körper eingesperrt, der alle Vorstellungen ihrer Lebensplanung unmöglich machte. Zum Schluss hatte sie nur noch den Wunsch nach Schmerzfreiheit und einer »stimmigen Atmosphäre, um gehen zu können«. Der Tod in der Nähe ihrer Familie betreut durch den einfühlsam unterstützenden Arzt war für Marion M. eine Erleichterung. Selbstbestimmung im Leben wie im Tod war ihr sehr wichtig.
Schlagwörter: Sterben - Tod - Krankheit - Ernährung
Laufzeit: ca. 52 Min.

Suizidbeihilfe und würdiges Sterben

Die Sterbehilfeorganisation "Dignitas" begleitet Menschen mit Hilfe von rezeptfreiem Heliumgas in den Tod. Das sorgt für Empörung und ruft die Ethik auf den Plan. Wer soll und darf Suizidbeihilfe leisten? Wem gehört der Tod? Soll der Mensch den Zeitpunkt seines Todes selbst bestimmen? Ja muss gar, wer unheilbar krank ist, seinem Leben ein Ende bereiten? In der "Sternstunde Philosophie" erläutert der Ethiker Markus Zimmermann-Acklin die philosophisch-ethischen Fallstricke, welche die aktuelle Debatte um Suizidbeihilfe und würdiges Sterben aufwirft.
Schlagwörter: Ethik - Sterbebegleitung - Sterben - Suizid
Laufzeit: ca. 60 Min.

Winna: Weg der Seelen

Ob die menschliche Seele wohl nach dem Tod umherwandert? Gibt es überhaupt ein Jenseits? Geschichtenerzähler tragen Sagen und Mythen zusammen, die alle etwas ursprüngliches und mysteriöses vom Schweizer Kanton Wallis in sich haben und die sich mit dem Thema beschäftigen, während andere Menschen davon erzählen, wie sie ihren verstorbenen Bekannten wieder begegnet sind.
Schlagwörter: Tradition - Sterben - Tod - Jenseits - Schweiz
Laufzeit: ca. 79 Min.

 

Zeit zu gehen

Ein seitlich aus einem Krankenbett gestreckter Arm kreist ziellos durch die Luft, die Finger öffnen sich am höchsten Punkt, die Hand scheint vergeblich nach einem Trinkbecher fassen zu wollen, der auf dem Nachtkästchen steht. Was auf den ersten Blick wie eine hilflose Geste aussieht, erweist sich beim genaueren Hinschauen als Turnübung, die sich Frau Steindl täglich öfters zu tun verordnet hat, um die ermatteten Glieder in Bewegung zu halten. Diese aufschlussreiche Szene am Beginn des Dokumentarfilmerstlings "Zeit zu gehen" legt die unprätentiöse Herangehensweise der Regisseurin Anita Natmeßnig an eines der wohl schwierigsten Themen unserer Gesellschaft sofort offen: sie dreht den sehr oberflächlichen Blick, den wir üblicherweise auf den Tod werfen, praktisch in jedem ihrer quer gedachten und dennoch mit keiner unnötigen Schwere belasteten Bilder um.
Schlagwörter: Sterben - Krankheit - Training
Laufzeit: ca. 95 Min.