Aktueller Schwerpunkt

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem Gegenwartsthema.

Diskriminierung im Alter

Stereotype Vorstellungen von Alter führen oft dazu, dass ältere Menschen nicht ernstgenommen oder beachtet werden. In der Schweiz werden Menschen aufgrund ihres Alters täglich diskriminiert, sei es am Arbeitsplatz, beim Arztbesuch, auf Wohnungssuche oder beim Abschluss von Versicherungen. Die Folgen: Verlust des Arbeitsplatzes, Altersarmut, gesellschaftliche Ausgrenzung oder ineffektive Behandlungen. Alter ist die einzige Kategorie, die uns alle irgendwann betrifft, Altersdiskriminierung kann uns daher alle treffen, unabhängig von sozialem Status oder Geschlecht. Umso wichtiger ist es, diskriminierende Situationen und Handlungen zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken.

Anlässlich des Gerontologie-​Symposium Schweiz 2019 präsentieren wir Ihnen Literaturempfehlungen und Weblinks zum Thema Diskriminierung im Alter.

Medienlisten

Unsere Selektion

Age barometer 2019

Age barometer 2019

The AGE Barometer seeks to analyse the situation of older people from the perspective of the European Union and national member states. In this first exercise, AGE members from Austria, Belgium, Cyprus, France, Germany, Italy, Malta, the Netherlands, Spain, Sweden and the United Kingdom have taken part in expressing their main national priorities and their view on policies linked to gender equality, support to find employment, age-friendly workplaces, work-life balance, fight against poverty and social exclusion and adequate pensions. European and international policy processes. The unique added value of the AGE Barometer is to bring together existing statistics on the living conditions of older persons with the qualitative assessment of AGE members of the policies in their member State.

Age barometer 2019. Ageplatform EU, 2019. - 80 Seiten. Online Publikation

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Altersdiskriminierung und das Recht Älterer auf Freiheit von Gewalt, Misshandlungund Vernachlässigung : Dokumentation

Altersdiskriminierung und das Recht Älterer auf Freiheit von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung

Die vorliegende Dokumentation stellt die Hintergründe des UN-Prozesses zur Stärkung der Menschenrechte Älterer vor, dokumentiert die Ergebnisse der beiden deutschen thematischen Fachgespräche zur Vorbereitung der 8. Sitzung der OEWG-A und informiert über die Ergebnisse der Sitzung der UN-Arbeitsgruppe.

Altersdiskriminierung und das Recht Älterer auf Freiheit von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung. Dokumentation. Berlin : Deutsches Institut für Menschenrechte, 2017. - 27 Seiten. Online Publikation

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Teilhabe für alle?! Lebensrealitäten zwischen Diskriminierung und Partizipation

Teilhabe für alle?! Lebensrealitäten zwischen Diskriminierung und Partizipation

Teilhabe im Sinne von Teilnahme und Beteiligtsein ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen zum Leitmotiv geworden. Der Begriff steht für Gewährleistung gleicher Verwirklichungschancen, Einbeziehung in die Gesellschaft und Schutz vor willkürlicher Ungleichbehandlung. Doch wie ist es um die Wirklichkeit dieses normativen Anspruchs bestellt? Oftmals stehen stereotype Vorstellungen von Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung einer umfassenden Partizipation entgegen, führen Armut oder Behinderung zu gesellschaftlicher Ausgrenzung oder werden Menschen benachteiligt, weil in ihrer Lebensgeschichte Zuwanderung eine Rolle spielt. Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Lebensrealitäten unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, analysieren Teilhabehindernisse und geben Handlungsempfehlungen. Dabei wird deutlich, welche grundlegende Bedeutung Teilhabe auf der Basis von Menschenrechten für das gesellschaftliche Zusammenleben hat.

Diehl, Elke: Teilhabe für alle?! Lebensrealitäten zwischen Diskriminierung und Partizipation. Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung, 2017. - 295 Seiten. ISBN: 978-3-7425-0155-4

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Existiert Altersdiskriminierung in der Schweizer Physiotherapie?

Existiert Altersdiskriminierung in der Schweizer Physiotherapie?

Unsere Bilder des Alter(n)s werden seit früher Kindheit entwickelt. Die eigene Einstellung zum Alter beeinflusst unseren Umgang mit den älteren Patienten und unsere Erwartungen an Ergebnisse. Die vorliegende Masterarbeit ermittelt die Einstellung von in der deutschschweiz tätigen PhysiotherapeutInnen zu Themen des Alter(n)s generell un in berufsspezifischen Fragen mittels eines Fragebogens. Die Mehrheit der Befragten hat ein differenziertes Altersbild. Für 11% werden Fachwissen, praktische Fähigkeiten und Befunderhebung/Behandlungsplan bei Behandlungen von Patienten über 75 weniger wichtig. Um in Zukunft den demographischen Anforderungen gerecht zu werden, muss die Aus- und Weiterbildung in der Physiotherapie vermehrt umfassendes gerontologisches Wissen mit einbeziehen.

Frey-Widmer, Christine: Existiert Altersdiskriminierung in der Schweizer Physiotherapie? Eine empirische Datenerhebung unter PhysiotherapeutInnen über Altersbilder, persönliche Hoffnungen und Ängste betreffend eigenes Altern und berufsspezifische Aspekte, 2014. - 69 Seiten.
PSCH 60.1656

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Die Auswirkungen von Altersbildern auf die Arbeitsmarktchancen älterer Menschen

Die Auswirkungen von Altersbildern auf die Arbeitsmarktchancen älterer Menschen

In diesem Beitrag werden aktuelle Ergebnisse von Studien vorgestellt, die die Wirkung von Altersbildern auf die Chancen älterer Menschen, einen Arbeitsplatz zu erlangen oder zu behalten, erforschen. Dabei wird gezeigt, dass Altersbilder in politischen Diskursen, der Personalpolitik von Unternehmen, aber auch dem beruflichen Engagement von Arbeitnehmer/innen und ihren Karriere- und Ruhestandsentscheidungen wirkmächtig sind.

Kruse, Andreas: Die Auswirkungen von Altersbildern auf die Arbeitsmarktchancen älterer Menschen / Andreas Kruse, Eric Schmitt. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit . - 47(2016), H. 4, S. 46-55. - ISSN: 0340-3564

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Gleiches Recht der Älteren auf gesellschaftliche Teilhabe

Gleiches Recht der Älteren auf gesellschaftliche Teilhabe

Altersdifferenzierungen können verschiedenste Gründe haben. Sie können, müssen aber nicht altersdiskriminierend sein und verdienen eine differenzierende rechtliche Bewertung. Rechtliche Fragen der Altersdifferenzierungen und deren Bedeutung für die gesellschaftliche Teilhabe der Älteren lassen sich exemplarisch am Beispiel von Finanz- und Versicherungsprodukten erörtern. Neben der rechtlichen Bewertung werden Optionen der Änderung der einschlägigen Gesetze und der Verfassung behandelt. Das Recht der Älteren sollte auf verschiedenen Ebenen (Grundgesetz und Unionsrecht, deutsche und europäische Gesetzgebung mit jeweils allgemeineren und spezielleren Regelungen) weiter entwickelt werden, die sich wechselseitig ergänzen, ohne dass eine dieser Ebenen eine andere entbehrlich machte. Gerade ein Antidiskriminierungsrecht auf verschiedenen Rechtsebenen kann den Bedürfnissen sowohl der Generalisierung als auch der spezifischen Ausgestaltung Rechnung tragen.

Michael, Lothar: Gleiches Recht der Älteren auf gesellschaftliche Teilhabe. Rechtliche Grenzen der Altersdifferenzierung am Beispiel von Finanz- und Versicherungsprodukten. Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2018. - 146 Seiten.
PSCH 30.5.375 + PSCH E-Books

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Sprache der Generationen

Sprache der Generationen

Mit dem Sammelband Sprache der Generationen wird dem interdisziplinaren Gegenstandsfeld Generation eine bedeutsame linguistische Perspektive hinzugefugt: Welche spezifischen Sprachgebrauchsweisen herrschen in bestimmten Generationen vor? Haben sie die Entwicklung der Gemeinsprache beeinflusst? Wie verandert sich der Sprachgebrauch mit der generationellen Zugehoerigkeit, v.a. in Jugend und Alter? Gibt es Verstandigungsschwierigkeiten zwischen den Generationen? Welche Generationsbilder werden sprachlich konstruiert? Auf solche und andere Fragen bieten die Beitrage dieses Bandes erste theoretisch fundierte und empirisch gestutzte Antworten und eroeffnen Perspektiven in einem noch weitgehend unbearbeiteten Forschungsfeld der Sprachwissenschaft und speziell der Soziolinguistik.

Neuland, Eva: Sprache der Generationen. Frankfurt a. M. : Peter Lang Edition, 2. Aufl. 2015. - 440 Seiten. ISBN: 9783631651445
PSCH 51.1.383

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Bloss nicht alt aussehen!

Bloss nicht alt aussehen!

Ältere Stellensuchende punkten auf dem Arbeitsmarkt mit Lebens- und Berufserfahrung, solange sie nicht als alt wahrgenommen werden. Die Altersdiskriminierung wird in der Schweiz unterschätzt.

Peter, Theodora: Bloss nicht alt aussehen! Ältere Stellensuchende punkten auf dem Arbeitsmarkt mit Lebens- und Berufserfahrung, solange sie nicht als alt wahrgenommen werden. In: Horizonte . - 32. Jahrgang, Nummer 121 (2019), Seite 34-35

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Ist die Pflege gefeit vor Altersdiskriminierung?

Ist die Pflege gefeit vor Altersdiskriminierung?

Die Benachteiligung älterer Menschen passiert oftmals subtil – auch im Pflegealltag. Das äussert sich allein schon darin, dass der Wechsel von der Akutmedizin in die geriatrische Langzeitpflege weithin als beruflicher Abstieg gilt. Das muss nich sein. Ein Gespräch mit dem Gerontologen und Ethiker Heinz Rüegger.

Rüegger, Heinz: Ist die Pflege gefeit vor Altersdiskriminierung? / Heinz Rüegger, Stefan Müller. In: NovaCura . - 47(2016), H. 9, S. 41-42. - ISSN: 1662-9027

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Diskriminierung, die kaum auffällt. Alte Menschen im Akutspital

Diskriminierung, die kaum auffällt. Alte Menschen im Akutspital

Alte Patienten im Akutspital werden öfter bevormundet, ihre geäusserten Bedürfnisse eher übergangen oder nicht ernst genommen. Um diskriminierendes Verhalten in der Pflege zu vermeiden, braucht es Weiterbildung und klare Rahmenbedingungen.

Schär, Ursula: Diskriminierung, die kaum auffällt. Alte Menschen im Akutspital. In: Krankenpflege . - 106(2013), H. 3, S. 24-25. - ISSN: 0253-0465

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Offenbar hohe Dunkelziffer bei Altersdiskriminierung

Offenbar hohe Dunkelziffer bei Altersdiskriminierung

Das Alter zählt zwar zu den häufigsten Diskriminierungsgründen in Deutschland, entsprechende Fälle werden aber offenbar nur von einer Minderheit der Betroffenen angezeigt. Das geht aus einer Befragung der BAGSO und des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe hervor, an der sich mehr als 300 Anlaufstellen in Deutschland beteiligt haben, darunter Seniorenorganisationen, Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Verbraucherzentralen, Frauen- und Behindertenverbände.

Scholl, Annette: Offenbar hohe Dunkelziffer bei Altersdiskriminierung / Annette Scholl, Guido Klumpp. In: BAGSO-Nachrichten. - 20(2012), H. 2, S. 5-6. - ISSN: 1430-6204

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Screening Age. Medienbilder - Stereotype - Altersdiskriminierung

Screening Age. Medienbilder - Stereotype - Altersdiskriminierung

Der Band „Screening Age“ widmet sich den vielschichtigen Zusammenhängen von Medienbildern, Stereotypen und Phänomenen der Altersdiskriminierung. Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Disziplinen sowie pädagogische Akteure identifizieren Defizite in der Forschung zu medialen Alter(n)sbildern sowie ihrer Rezeption und Aneignung. Zugleich liefern sie mit ihren Diagnosen und Analysen Impulse für weiterführende Forschungsinitiativen. Literatur-, Film-, Medien- und Aneignungsstudien akzentuieren die sozial- und gesellschaftspolitische Relevanz des Themas – verbunden mit einem Plädoyer für größere Offenheit gegenüber dem Alter(n), die sich auch in den Medien widerspiegeln sollte. Besonderes Augenmerk gilt den jüngsten Entwicklungen, die sich um das Stichwort „Junges Altern“ gruppieren. Es stellt sich die Frage, inwieweit diese das Spektrum eingeschliffener Alter(n)sbilder erweitern oder lediglich neue Stereotype produzieren.

Schwender, Clemens: Screening Age. Medienbilder - Stereotype - Altersdiskriminierung / Clemens Schwender, Dagmar Hoffmann, Wolfgang Reissmann. München : Kopaed, 2013. - 279 Seiten. ISBN: 9783867361750
PSCH 51.2.1769

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Ungleichheit sozialer Teilhabe im Alter

Ungleichheit sozialer Teilhabe im Alter

Unter dem Leitbild des aktiven Alters wird die Aufrechterhaltung umfassender sozialer Teilhabe über die Lebensphase Alter diskutiert. „Gutes“ Altern im Sinne dieses Aktivitätsparadigmas wandelt sich vom Ergebnis sozialer Ungleichheit zunehmend zu einem ihrer Ausgangspunkte. Auf Basis des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2008 und 2011 wird die Teilhabe über Ehrenamt und Bildungsaktivitäten unter Berücksichtigung sozialstruktureller und sozialräumlicher Aspekte sozialer Ungleichheit in den Blick genommen. Die soziale Teilhabe erweist sich als sozialstrukturell und sozialräumlich ungleich verteilt. Personen aus unteren sozialen Schichten gehen deutlich seltener einer Bildungsaktivität nach oder engagieren sich ehrenamtlich. Zudem ist die soziale Teilhabe bei Personen in wirtschaftlich schwachen Regionen deutlich geringer als bei Personen in wirtschaftlich starken. Nachteilige Effekte kumulieren sich, wenn in einer Region begrenzte individuelle Ressourcen und schlechte ökonomische Rahmenbedingungen vorliegen. Maßnahmen zur Förderung sozialer Teilhabe sollten darauf abzielen, auf lokaler Ebene Gelegenheiten für Engagement und Bildungsaktivität zu schaffen, um die Teilhabechancen von Personen aus unteren sozialen Schichten nachhaltig zu verbessern.

Simonson, Julia: Ungleichheit sozialer Teilhabe im Alter. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie . - 46(2013), H. 5, S. 410-416. - ISSN: 0948-6704

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