Vergangene Veranstaltungen

Wir führen pro Jahr rund vier Veranstaltungen in unserer Bibliothek durch. Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere vergangenen Veranstaltungen.

Archiv 2018

Was passiert, wenn sich junge Filmemacher mit dem Thema Alter beschäftigen? Im Rahmen eines Gemeinwesenprojekts mit Pro Senectute Kanton Zürich sind zehn beeindruckende, anregende und durchaus überraschende Kurzfilme entstanden.

Die zwölf Filmemacher des Vereins ContentMakers, ein von Lernenden und Praktikanten selbstgeführter Lehrbetrieb im Bereich Multimedia, gehen persönlichen Fragen auf den Grund und beleuchten dabei verschiedene Themen und Aspekte, die jüngere wie ältere Generationen gleichermassen betreffen. Die Filme leisten einen kreativen und zeitgemässen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Solidarität zwischen den Generationen.

Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der Filme und lernen die Leute vor und hinter der Kamera kennen.

Hier gehts zu den Filmen «Über die Generationen»

Wie Schweizer Tageszeitungen den demografischen Wandel darstellen

Die Bevölkerung der Schweiz altert: Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenrate sinkt und die Auswirkungen des demografischen Wandels werden für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft je länger desto mehr spürbar.

Wie aber berichten Zeitungen über die alternde Gesellschaft und ihre
Folgen? Welche Themen erscheinen in den Medien – und welche nicht?
Während bereits zahlreiche Studien untersucht haben, wie ältere
Menschen in Zeitungen dargestellt werden, weiss man noch wenig darüber,
wie der gesamte demografische Wandel medial repräsentiert wird.
Das vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Forschungsprojekt
«Swiss Aging Society» schliesst diese Forschungslücke. Es untersucht, wie
die drei einflussreichen Deutschschweizer Tageszeitungen NZZ, Blick und
20 Minuten die alternde Gesellschaft darstellen. Dies ist auch vom sozialen
Gesichtspunkt her relevant – ist doch die mediale Repräsentation für die
öffentliche Meinung und die Einstellung gegenüber politischen Beschlüssen
und Massnahmen von grösster Wichtigkeit.

Dr. Karen Torben-Nielsen vom Institut Alter der Berner Fachhochschule
präsentiert erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt. Die Endresultate
der Studie erscheinen 2019.

Projektwebsite der Swiss Ageing Society: www.swissageingsociety.ch

Karen Torben-Nielsen ist Dozentin am Institut Alter der Berner achhochschule
und Projektmanagerin im Forschungsprojekt «Swiss Ageing Society». Als ehemalige Zeitungsjournalistin verbindet sie nun Medienforschung mit Untersuchungen über die breiten kulturellen Auswirkungen der alternden Gesellschaft.

Ältere Menschen können sich im täglichen Leben plötzlich in Situationen befinden, in welchen ihre Grundrechte eingeschränkt oder gar verletzt werden. Manche werden bei der Weiterbildung oder bei der Stellensuche mit Nachteilen konfrontiert. Andere erfahren Diskriminierungen bei der Wohnungssuche oder der Gesundheitsversorgung.

Wie in allen 47 Mitgliedstaaten des Europarates haben auch alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz das Recht, gegen ein Urteil des Bundesgerichtes am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen. Dieser prüft die Umsetzung und Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention, die für alle Mitgliedstaaten den Mindeststandard an Menschenrechtendefinieren.
Die Menschenrechte gelten für alle Menschen ob jung oder alt. Aber gibt es Grundrechte, die für ältere Menschen besonders wichtig sind?

An der Veranstaltung der Pro Senectute Bibliothek am 19. April wurden die Bedeutung der Menschenrechte im Alter, die Rolle der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie die möglichen Folgen der Initiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» diskutiert. Die parallel stattfindende Ausstellung «Meine Geschichte, mein Recht» ermöglichte Einblicke in die Schicksale einzelner Menschen und was es für sie bedeutet, wenn ihre Grundrechte verletzt werden.

Porträt älterer Herr in seinem Zuhause
Porträt von Simone Gretler Heusser

Referentinnen

Prof. Dr. Eva Maria Belser

Inhaberin des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie des UNESCO-Lehrstuhls für Demokratie und Menschenrechte an der Universität Fribourg. Mitglied der Direktion am Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) und Co-Direktorin des Instituts für Föderalismus.

Andrea Huber

Geschäftsführerin und Initiantin der Informationskampagne «Schutzfaktor M». Studium der Politikwissenschaften, Rechts- und Medienwissenschaften an der Universität Bern. Selbstständige Fachperson für Menschenrechte und Kommunikation. Diverse Mandate für die Informationsplattform humanrights.ch.

Die weiter steigende Lebenserwartung, der wachsende Anteil alter Menschen in der Gesellschaft und der Wunsch nach Selbstbestimmung auch im hohen Alter sind in aller Munde. Dem Schreckgespenst des verwalteten Körpers im Pflegeheim stehen Bilder von selbstbestimmten Senioren und Seniorinnen gegenüber, welche auch im hohen Alter ein aktives Leben geniessen. Viele Menschen haben den grossen Wunsch, möglichst im gewohnten Umfeld alt zu werden.
Welche Prozesse können zum Gelingen dieses Wunsches beitragen? Welche Herausforderungen stellen sich dabei für die Beteiligten? Gibt es ein Interesse der Gemeinde, sich für die eine oder andere Form des Wohnens im Alter einzusetzen?
Der Input berichtet von Erfahrungen in partizipativ angelegten Praxisforschungen der Hochschule Luzern. Er zeigt die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher Vorhaben auf und versucht, für Privatpersonen wie auch für Gemeinden und intermediäre Instanzen eine Agenda aufzuzeigen.

Veranstaltungseinladung Gutes Wohnen im Alter
Vortragsfolien Simone Gretler Heusser

Altersgerechtes Quartier Solothurn West
Altersgerechte Quartiere Stadt Luzern

Medienliste zum Thema Gemeinwesenarbeit
Medienliste zum Thema Wohnen im Alter

Referentin

Prof. Simone Gretler Heusser

Simone Gretler Heusser ist Projektleiterin und Dozentin am Institut für Soziokulturelle Entwicklung der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und leitet das Kompetenzzentrum Generationen und Gesellschaft.

Archiv 2017

Älterer Frauen im Gespräch

In Bildern, Gerüchen, Geräuschen und Emotionen speichern wir unsere Erinnerungen. Biografische Fetzen, die unseren Lebensweg ergeben. Das Nachdenken über die eigene Lebensgeschichte hilft uns, die Fragmente zu vervollständigen, Vergangenes neu zu entdecken und unsere Identität zu festigen. Die Biografieforschung weist nach, dass in diesem Prozess ganz neue Einsichten entstehen können. Verstärkt wird der Effekt, wenn der    Lebensrückblick und die Reflexion mit anderen geteilt werden.

Das Erzählcafé bietet dafür das ideale Setting. In moderierten Erzählrunden stehen dabei die Lebensgeschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden im Zentrum. Es geht um das Zuhören und Erzählen, weniger um Diskussion und Infragestellung des subjektiv Erlebten.
Zu einem vorher festgelegten Thema tragen die Erzählenden biografische Details ihrer Geschichte bei. Erinnerungen werden so dem Vergessen entrissen und neu beleuchtet, Zuhörende bereichert und Erzählende angeregt.

Prof. lic. phil. Johanna Kohn stellt in ihrem Referat die Theorien und Methoden der Biografiearbeit vor und moderiert zum Schluss ein Erzählcafé mit Anwesenden.

Porträt von Johanna Kohn

Referentin

Prof. lic. phil. Johanna Kohn

Johanna Kohn ist Professorin am Institut Integration und Partizipation an der Hochschule für Soziale Arbeit (FHNW) mit den Schwerpunkten Alter, Biografiearbeit und Migration.

Die demografische Alterung ist seit langer Zeit bekannt. Dennoch sind Altersfragen in Gesellschaft und Politik erst in den letzten Jahren stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Dringend gesucht werden Lösungen, um den «Alterstsunami» in den Griff zu bekommen.

Markus Leser unternahm in seinem bis auf den letzten Platz besetzten Referat eine gerontologische Zeitreise: Der Blick in die Vergangenheit zeigte, dass viele der sogenannten «neuen Projektideen» zum Wohnen und zur Pflege im Alter oder zum Einsatz neuer Technologien bereits vor Jahrzehnten vorgeschlagen und auch umgesetzt wurden. Ein verzerrtes Bild von «Alter» forciert jedoch Widerstände bei der Umsetzung und die Suche nach Antworten scheint stets getrieben von der Frage «Wer bezahlt?».

Mit dem Blick in die Zukunft richtete Markus Leser andererseits den Fokus mehr auf die Frage «Welches Angebot wollen wir?». Er plädierte dafür, zuerst den Menschen und erst dann das Geld zu sehen, und lieferte eine Vision für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Referent

Dr. phil. Markus Leser

Dipl. Gerontologe, ist als Leiter Fachbereich Menschen im Alter und als Mitglied der Geschäftsleitung von CURAVIVA, Verband Heime und Institutionen Schweiz, tätig.

Publikation

Herausforderung Alter: Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben
Autor: Markus Leser
Cartoons: Nicolas d'Aujourd'hui
Kohlhammer, 2017
ISBN 978-3-17-029771-5, 240 Seiten, ca. SFR 28.70

Die Scheidungsraten bei Langzeitehen sind in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Nicht primär die Jungen lassen sich scheiden, sondern Frauen und Männer mittleren Alters – also zwischen 45 und 65 Jahren. Warum zerbrechen so viele jahrzehntelange Partnerschaften? Sind späte Scheidungen Krisen, die das Tor für einen guten Neubeginn darstellen oder vielmehr der Anfang chronischen Leidens? Pasqualina Perrig-Chiello leuchtet in ihrem Referat das Phänomen der späten Scheidung aus, erörtert Gründe, ­Auswirkungen und Bewältigungsstrategien. Schliesslich geht es um die Frage, weshalb, allen Herausforderungen zum Trotz, die Mehrheit der Paare zusammenbleibt.

Referentin

Pasqualina Perrig-Chiello

Emeritierte Honorarprofessorin am Institut für Psychologie der Universität Bern.

Kurt Seifert präsentiert vor Publikum

Zum Jubiläum der Stiftung Pro Senectute erscheint ein Werk, das die Geschichte der Entwicklung schweizerischen sozialen Institutionen aufzeigt. Es führt uns Landesstreik über die AHV bis in die heutige Zeit, wo Langlebigkeit und Sicherung der Altersvorsorge im Vordergrund stehen und Pro Senectute für ein aktives, erfülltes Alter engagiert. Reich bebildert zeigt das Buch auf, wie dramatisch sich das Altern in den letzten 100 Jahren gewandelt hat und welch grosse Rolle die Entwicklung tragfähiger sozialer Netze dabei spielte.
Der Autor Kurt Seifert führt in Wort und Bild durch die verschiedenen Epochen der letzten hundert Jahre Schweizer Sozialgeschichte.

Das Buch «Eine Jahrhundertgeschichte» in mehreren Sprachversionen auf einem Tisch

Referent

Kurt Seifert war von 1999 bis 2016 für Pro Senectute Schweiz tätig, zuletzt im Bereich Grundlagenarbeit. Der Sozialwissenschaftler arbeitet heute als freier Publizist.

Olivier Taramarcaz spricht einleitende Worte vor Publikum

Bereits über 300 Filme aus 50 Ländern wurden in den vergangenen Jahren am Filmfestival visages gezeigt. Die Themen Lebensalter, Generationenbeziehungen, Erinnern, Vergessen, Krankheit und Tod werden unter einem neuen und immer wieder überraschenden Licht betrachtet. Die ausgewählten Filme bieten die Möglichkeit, sich mit Fragen der Identität und des Lebenslaufs auseinanderzusetzen und laden dazu ein, die eigene Beziehung zur Welt und zur Gesellschaft zu reflektieren.
Das von Pro Senectute organisierte Festival 2017 in Martigny (VS) findet dieses Jahr zum achten Mal statt, vom 10. bis 18. März. In der Pro Senectute Bibliothek erhalten Sie einen Vorgeschmack und einen exklusiven Einblick in die diesjährige Selektion. Olivier Taramarcaz, Leiter des Festivals, präsentiert Kurzfilme aus dem aktuellen Programm und erläutert die Bedeutung des Films für Alters- und Generationenbilder.

Dieter Sulzer und Olivier Taramarcaz während der Diskussion

Referent

Olivier Taramarcaz ist Leiter des Filmfestivals visages und zuständig für Generationenprojekte und Weiterbildungen von Pro Senectute Schweiz in der Suisse Romande.

Archiv 2016

Archiv 2015

Archiv 2014

Archiv 2013

Verpassen Sie keine Bibliotheksveranstaltung; abonnieren Sie unsere Veranstaltungseinladung.

Einladung abonnieren