Mit Michael Schmieder

Die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen der Zunahme an Demenzerkrankungen werden rege diskutiert. Dagegen kommt in der öffentlichen Debatte die individuelle Dimension oft zu kurz.

Welches sind die Bedürfnisse von Demenzkranken selber, von Angehörigen und von Personen, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit Demenz auseinandersetzen? Welches ist der richtige Umgang mit Betroffenen und welche Alternativen gibt es etwa zu einem vorschnellen Einsatz von Medikamenten, freiheitseinschränkenden Massnahmen oder Täuschungen?

Michael Schmieder plädiert dafür, Demenzkranke in ihrem Sein zu akzeptieren, ihre Würde zu erhalten und auf ihre Ängste und Bedürfnisse einzugehen. Diesen Ansatz illustriert er anhand zahlreicher Beispiele und Anekdoten aus seiner langjährigen Tätigkeit als Heimleiter.

Vorgestellte Publikation

Dement, aber nicht bescheuert – Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken.
Michael Schmieder/Uschi Entenmann
Berlin: Ullstein Verlag, 2015.

ISBN 978-3-550-08102-6, 219 Seiten

Im Katalog bestellen

Referent

Michael Schmieder

führt seit 1985 die Sonnweid in Wetzikon, ein Pflegeheim für 155 Demenzkranke und mit 280 Angestellten. In seiner Wirkungszeit hat sich das Pflegeheim zu einer europäischen Vorzeigeeinrichtung für Demenzbetreuung entwickelt. Michael Schmieder ist gelernter Krankenpfleger und verfügt über einen Master in Ethik.

Programm

Der Eintritt ist frei (Kollekte). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! 

Datum Dienstag, 26. Januar 2016
Zeit von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr
Ablauf
  • Referat: Michael Schmieder
  • Fragen und Diskussion
  • Apéro
Ort Pro Senectute Bibliothek, Bederstrasse 33, 8002 Zürich